Freitag, 19. August 2011

Romek's Tagebuch Teil 7: 21. bis 24.Juli 2011 "Los Angeles und der Abschied"

Heute stand mal wieder eine etwas längere Autofahrt auf dem Plan. 450Meilen vom Zion Canyon bis nach Los Angeles. Nur geradeaus und ab und an mal mit Höchsttempo der USA 75Mph (ca. 130km/h). In Los Angeles angekommen, speziell Santa Monica, öffnete Tom uns freudig die Tür und hieß uns in seiner Wohnung willkommen. Carlo ging mit ihm in LA zur Uni und ich kannte ihn noch von seinem kurzen Besuch in Berlin.

Erster Punkt auf unserem Plan.. RICHTIG! Duschen..Danach kam dann auch schon Toms Ehefrau nach Hause und wir haben einen Spaziergang durch die Nachbarschaft gemacht. Hier wo auch Arnold Schwarzenegger an den berühmten Treppen entdeckt wurde, wurde mal wieder ein neuer Film gedreht und wir waren mittendrin. Naja zumindest sind wir durch das Set gelaufen und haben erfahren wer die Hauptrolle im Streifen spielen soll. Der Film heißt „this is forty“ und die Stars: (Megan Fox, Jason Segel, ach schaut doch selber nach..)

Am Donnerstag haben Carlo und ich uns dann die Räder von Tom und seiner Angetrauten genommen und eine Radtour entlang der Strände Richtung Süden gemacht. Hermosa Beach war unser erklärtes Ziel. Das liegt etwa 15Meilen von unserem Startpunkt entfernt und der Hintern hat die 30Meilen in Summe auch bestätigt. Autsch!

Freitag haben wir uns mit Carlos Schwester Carrie in Los Angeles Downtown getroffen und waren abends noch Bodyboarden. Das ist ein kurzes Brett auf dem man liegt und auf der Welle reitet. Leichter als Surfen und bei denen, die es können, sieht es auch extrem lässig aus.

Samstag sollte eigentlich meine erste Surfstunde und damit meine neue Karriere beginnen doch leider haben die Wellen an diesem Tag Urlaub genommen. Schade. Dadurch hatten wir aber Zeit noch Toms Eltern zu besuchen. Auch ein sehr bescheidenes Anwesen mit Blick aufs Meer und frisch renoviert. Die Amis! Man bekommt viel zu oft den Eindruck : „pah, was kostet die Welt?!“

Abends wurde noch ein kurzer Zwischenstopp bei meinem wohl liebsten LA- Bewohner eingelegt. Conny! Nachdem Mandy, Kristin und ich sie und ihre Familie schon im April ein wenig vom gewohnten Tagesgeschehen abgelenkt hatten, war es nun an mir. Aber die beiden Kinder sind herzallerliebst und haben trotz Besuch nicht gezögert als es hieß Zähne putzen und ab ins Bett. Da es Carlo und mein letzter gemeinsamer Abend war, bevor er nach Boston und ich zurück nach Berlin fliegen, haben wir nicht gleich den direkten Heimweg gesucht und waren noch bis zum Schließen der Bars unterwegs. Damit bekamen wir nur knappe 3h Schlaf und waren wenig gesprächig als es hieß Abschiednehmen.

WOW, 6 Monate und 3 Wochen! Die Zeit verging wie im Flug und 3 Wochen Urlaub am Stück - da könnte man sich dran gewöhnen ;-)

Romek's Tagebuch Teil 6: 18. bis 20.Juli 2011 "Zion Canyon"

Um von Vegas nach Zion zu gelangen mussten wir durch Nevada, dann ein kurzes Stück durch Arizona und irgendwann waren wir in Utah. Land der Mormonen.

Zion Canyon - wohl einer der organisiertesten Nationalparks unserer Reise. Keine Autos im Hauptteil des Parks aber einen Shuttleservice alle 10Minuten vom Besucherzentrum. Und unser Campingplatz nur 10min Fußweg von der Haltestelle entfernt. Neben unserem Zelt fraßen Rehe unbeeindruckt und eines davon legte sich sogar wenige Meter von uns entfernt schlafen. Auch ein Falkenpärchen hielt sich unweit unseres Zeltes auf. WOW, so nah.

Am Montag hieß es dann endlich mal wieder wandern. Bei knapp 40Grad schon eine schwitzige Angelegenheit und wieder keine Duschen auf dem Zeltplatz, aber aufgrund der Außentemperaturen war der kleine Fluss durch den Zeltplatz angenehm.

Unsere Wanderung am ersten Tag vor Ort ging wieder hoch hinaus und diesmal wurde unsere Höhenangst ordentlich auf die Probe gestellt. Schmale Wege und steile Abhänge machten uns das Leben schwer. Aber die Aussicht war phänomenal!

Schon komisch, Carlo und ich sind ängstlich vor Höhe aber suchen uns immer die Wanderungen aus, bei denen es hoch hinaus geht.Auf diesem Zeltplatz war wegen der Hitze und der trockenen Umgebung das Grillen oder offene Feuer untersagt. Also gab es zwei Tage infolge Salat, nachdem ein Ausflug zum Thai viiiieeel zu teuer war. Aber Salat isst dann auch der gemeine Mann..

Am Dienstag war knalliger Sonnenschein und es wurde dadurch noch wärmer. Also entschieden wir uns für eine Schluchtenwanderung im Canyon. Diese führte an einem Fluss entlang. Na gut mehr durch den Fluss als neben her. Manchmal sogar brusttief, aber so erfrischend war noch keine unserer Wanderungen und somit mal etwas ganz anderes. Grün gab es hier nur durch die hängenden Gärten die von dem durch Wasser geformten Sandstein hingen. Schön und ganz gemütlich.

Romek's Tagebuch Teil 5: 14. bis 18. Juli 2011 "Las Vegas"

Las Vegas! Die Stadt der Sünden. Aber für uns erst mal die Stadt mit einem Hotelzimmer und heißem Wasser aus einem Duschkopf. Das Hotel unserer Wahl standesgemäß. Für Carlo gab es nur eine Wahl: MONTE CARLO.

Also eingecheckt und 30Minuten geduscht. WOW, waren wir keimig nach 3Tagen wandern und ohne duschen und nur Katzenwäsche im Bach oder wie Carlo unter dem Wasserhahn. Ein Wunder das die uns so in ihr Hotel gelassen haben. Abends kam dann auch Danny mit dem Flieger an. Erster Stopp nach dem Auflesen vom Flughafen: In-& Out Burger. Lecker und das für heute schon zum zweiten Mal! Danach musste Danny noch bis 4Uhr morgens arbeiten und Carlo und ich sind nach einigem Flanieren in der Lichterstadt und Preise vergleichen in der Piano Bar, im New York New York hängen geblieben. Diese Bar hatte Stil! Zwei Klaviere (Keyboards), zwei Künstler und ein Pott. In diesen wirft man Geld und äußert seinen Musikwunsch. Das höchste Gebot gewinnt und dessen Song wird dann gespielt. Echt eine super Performance und sehr kurzweilig.

Freitag hieß es relaxen und Second Hand shoppen. Erst mal lecker in ein Frühstücksrestaurant und dann zu Good Will. Carlo und seine Freunde haben nämlich eine Tradition. Das heißt, sich ein schreckliches Outfit zu besorgen und damit dann abends auf den Strip. Und wer hätte es gedacht, Carlo hat diesen Schatz aufgetan und war der Star des Abends.

Freitagabend sind dann auch noch 3 weitere Freunde angekommen und so waren wir nun zu sechst. Auf geht's! Let's Rock this City!

Um 3 fand der Abend dann aber ein abruptes Ende. Samstag wurde am Pool entspannt und einigen von uns hat die Spielsucht gepackt, doch Sieger des Abends war ich! Mit $2 Einsatz an dem einarmigen Banditen und 2Cent pro Spiel habe ich doch sage und schreibe $12 gewonnen. Ansonsten erlebten wir Vegas sehr ruhig, fast zu ruhig wenn man bedenkt, dass sei die Partystadt schlechthin ist. Man ist halt doch zu verwöhnt von Berlin ;-).

Sonntagfrüh sind dann alle abgereist und nach einem kräftigen Frühstück hieß es für Carlo und mich auf nach Zion.

Romek's Tagebuch Teil 4: 11. bis 14.Juli 2011 "Big Pine"

Um zu unserem nächsten Stopp des Roadtrips zu gelangen mussten wir nun den kompletten Yosemite Nationalpark durchqueren und nutzten die Chance noch einen weiteren Gipfel zu erklimmen.

Dann hieß es Big Pine wir kommen. Carlo war dort vor Jahren mit seinem Dad und kannte daher ein wenig die Gegend und wusste, dass es wert ist dort Halt zu machen. Ein weiterer Punkt auf Carlos Liste war der Mono Lake. Diesen mussten wir direkt passieren und das Besondere des Sees sind die kleckenburgenartigen Gesteine. Diese entstanden durch aufsteigendes Grundwasser und den im Salzsee enthaltenen Mineralien.

Zelten auf 2400m Höhe. Eine interessante Erfahrung. Ohne Duschen aber direkt neben einem Bach. Tagsüber sonnig und warm, doch sobald die Sonne hinter den Gipfel verschwindet eisig kalt. Unsere 3 Nächte im Zelt lagen bei Temperaturen um die 4Grad Celsius vielleicht auch kälter, denn das war die Temperatur gemessen um 6Uhr morgens. Aber was uns nicht umbringt macht uns hart und nach einem Bad im eiskalten Bach ist es draußen auch gar nicht mehr so kalt.

Von unserem Zeltplatz aus starteten wir unsere wohl längste Wanderung. Sie ging hoch auf 3300m und sollte uns zu 7 Bergseen leiten, bevor sie an dem Fuße eines Gletschers endet. Unser Ziel war es aufgrund der uns zur Verfügung stehenden Zeit und Erfahrung nur die Seen zu sehen. Wieder eine Menge Schnee und damit kräftige Wasserfälle auf unserem Weg.

Aber wer hätte gedacht, dass es so weit oben so viele Mücken gibt. Zumal bei uns im Camp keine einzige war. Wir wurden bei lebendigem Leibe von den Viechern gefressen. Es wurde so schlimm, dass wir uns entschieden nach Bergsee 5 umzukehren. Immerhin kamen wir auf 6h.

Für den zweiten Tag entschieden wir uns die ältesten Bäume der Welt zu besichtigen. Die Bristle Cone Pine. Erstaunlich zäh und wächst dort wo keine anderen Pflanzen wachsen wollen – auf Dolomiten Gestein. Die kurze 2 stündige Wanderung auf dem Methusala Trail war nett, aber weniger atemraubend, weshalb wir beschlossen noch weiter zu fahren, um uns den dicksten der Alten anzuschauen.

Wegen Resten von Schnee war der Weg 1Meile vor dem Ziel gesperrt und nur noch zu Fuß passierbar. Also los geht's. Selbst leichte Anstiege werden bei 3600m schon ganz schön anstrengend. Aber der Weg hat sich gelohnt und Carlo konnte den Dicken mal umarmen.

Auf dem Weg zurück kam es dann nochmal Dicke oder besser: da war die Luft raus. Nach 26Meilen SCHOTTERPISTE verabschiedete sich ein Reifen. Super, einen Platten auf 10.000 Fuß Höhe im nirgendwo. Also raus aus dem Auto und das Notrad rauf. Aber was nun? Unser Trip sollte noch mind. 800Meilen weitergehen und mit diesem Asphaltschneider können wir keinen Preis gewinnen. Also erst mal runter ins Tal und irgendeine Werkstatt suchen. Big Pine hat doch tatsächlich eine Tankstelle mit Reifenservice und bis um 18Uhr auf. Doch leider hatten sie dort nicht unsere Reifengröße und für einen Flicken(Patch) ist der Schaden am Reifen zu groß. Aber man versichert uns im 20Meilen entfernten Bishop würde man uns sicher helfen können.

Gefrustet kehren wir in die ortsansässige Pizzeria und entscheiden uns, mal unsere Wäsche zu machen, da eh alles schon geschlossen hatte. Den nächsten Morgen sind wir also früh los, um die Ersten bei der Werkstatt zu sein. Viola - $230 ärmer aber um einen Reifen reicher konnten wir pünktlich um 9 unsere Weiterreise nach Las Vegas antreten.

Romek's Tagebuch Teil 3: 8. bis 10.Juli 2011 "Yosemite Nationalpark"

Endlich! Nachdem Mandy und ich diesen Punkt 2008 von unserer Liste aufgrund von Schnee streichen mussten, war es jetzt endlich soweit. Yosemite!! Unser Zeltplatz war leider nicht im Park. Aber wenn man bedenkt, dass sämtliche Plätze dort binnen 90 Sek. nach Freigabe am 1. Februar um 8Uhr ausverkauft und danach nur noch über den Schwarzmarkt zu bekommen sind, haben wir mit unserem Zeltplatz einen guten Wurf gemacht. Erinnert ein bisschen an Ferienlager, auch wenn ich nie dran teilgenommen habe.

Die 30min Fahrt mit dem Auto vom Zeltplatz bis zum Eingang vom Yosemite Park machte neugierig. Die Straße schlängelt sich durch Schluchten mit trockenen und spärlich bewachsenen Hängen und dann: WOW!!! Saftiges Grün, beeindruckende Wasserfälle und Felsformationen die einem den Atem rauben. Aber leider auch Millionen Leute und Autos. Schnell geparkt und entschieden welche Wanderung wir bezwingen wollen. Halbstark wie wir sind, entschieden wir uns natürlich für eine lange und nicht zu einfache Wanderung. Denn das kann ja jeder und wir sind ja schon geübt und die Schuhe eingelaufen. Also los. Yosemite Upper Falls hieß der gewählte Wanderweg und führt hoch zum größten Wasserfall im Park. 6-8h sind laut der Karte veranschlagt: "Das schaffen wir schneller!!" Anfangs mit einem breiten Lächeln auf dem Gesicht, lustige Sprüche und hohes Tempo. Doch je steiler der Aufstieg wird und je mehr wir der Sonne ausgesetzt sind, werden wir langsamer und atmen immer schwerer. 1000m Höhenunterschied zwischen Startpunkt und Gipfel. Keiner von uns denkt ans Aufgeben und oben angekommen werden wir mit einer Wahnsinns Aussicht belohnt. Geschafft! Und nach kurzen Stärkungen und Kühlen von Kopf und Füßen im Fluss geht es wieder runter. Das lief dann schon leichter und war weniger beschwerlich.

Unten angekommen: kurzer Uhrenvergleich. Und?! Klar! Nur 5h mit Pause-man sind wir gut!

Am nächsten Morgen haben wir dann aber auch jede Faser unseres Körpers gespürt. Damit stand dann ein anderer und leichter zu erklimmender Wasserfall auf dem Plan. 4h wandern und Lunchbrot auf dem Gipfel. Einfach nur schau! Und ja, ich liebe Wasserfälle und ihre gewaltige Kraft, schön bemerkt?

Was die wilden Tiere angeht muss man sagen, man wird überall vor den Bären gewarnt jedoch sollte ich (außer mich selbst im Spiegel) keinen antreffen.

Romek's Tagebuch Teil 2: 5. bis 8.Juli 2011 "Lake Tahoe"

So, nun ist es soweit. Mein erstes Camping Abenteuer. Der erste Zeltplatz: Lake Tahoe! Das ist ein wunderschön gelegener See an der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada und nur 2,5h von Davis entfernt. Damit Carlo und ich nicht verloren gehen, kam Dom(Carlos Bruder) zum Auftakt auch mit. Unser Zeltplatz - erste Klasse! Carlo hat den Zeltplatz so ausgewählt, dass man ohne das Auto zu bewegen gleich von dort auf Wanderwegen die Umgebung erkunden konnte. Also auf, auf..

Erste Wanderung, erster Erfolg. Schöne Ausblicke, ein alter Leuchtturm und gemütliches Wandern.

Für den zweiten Tag stand dann eine größere Wanderung an. Eigentlich sollte es in die Desolation Wilderness gehen. Jedoch als der Ranger meinte wir bräuchten Kompass, Steigeisen, warme Sache, genug Proviant und Karte bekamen wir schnell kalte Füße. Grund: Zu viel Schnee! Was?! Zu viel Schnee im Juli und das in Kalifornien? Jap! So haben wir improvisiert und uns für eine andere Wanderung entschieden. Dieser Wanderweg startete unscheinbar am Feriencamp der Elitestudenten von der Stanford Universität und wurde immer wieder von vielen Bächen und kleinen Wasserfällen unterbrochen. Dieses feuchte Nass war eine sehr willkommene Nebenerscheinung des vielen Schnees, denn bei knallender Sonne und 30Grad kamen wir schnell ins Schwitzen und der See schien zu kalt. Eine weitere Wanderung mussten wir dann aufgrund von aufkommenden Unwetters jedoch abbrechen. Auf dem Zeltplatz aber blieb es zum Glück trocken.

Am dritten Tag besuchten wir dann Bruce und Tanya. Bruce ist der Bruder von Suze und besitzt mit seiner Frau Tanya ein "bescheidenes" Häuschen am Lake Tahoe mit wunderschöner Sicht über den See. Eigentlich war der Plan Boot fahren zu gehen aber aufgrund der Vorhersage für starken Wind haben wir es uns anders überlegt und sind ein wenig gewandert. Hoch zu dem Kamm wo einst der große Ausguck für die Waldbrandsicherung war.

So bescheiden wie das Haus, war auch das Essen. Schrimps mit Cocktailsauce als Snack nebenher und zum Abendbrot Steaks, Lammkottlett, Lachs und verschiedene Beilagen. Zum Abschluss für die bessere Verdauung lud Bruce Dom und mich auf eine Testfahrt in seinem Geburtstagsgeschenk ein. Ein von Shelby aufgemotztes Ford Mustang Cabrio mit über 560PS- WOW!!

Nach einer hervorragenden Nacht im eigenen Master Bedroom, hieß es Abschiednehmen von Dom, Bruce und Tanya, dem Komfort ihres Nebenwohnsitzes und Hallo Abenteuer..

Romek's Tagebuch Teil 1: 2. bis 4.Juli 2011 "Portland - Davis"

3h Schlaf ist nicht viel, aber was macht man nicht alles für Menschen, die man liebt. Also bin ich um 5Uhr aufgestanden und hab Stacey und mein lovely girl Mandy zum Flughafen gefahren. Wieder zurück in der Wohnung hat Marks LoveSack schon nach mir gerufen. Gegen 9.30Uhr sind dann auch Amy und Carlo erwacht und es hieß endlich frühstücken. Lecker Frühstückspizza! Nach langen Überlegungen hat dann auch Mark den Weg zu uns gefunden und hat wie es sich gehört erst mal bottemless Mimosas bestellt. Später habe ich erfahren dass er nur drei getrunken hat.

Nach dem Frühstück musste auch Amy uns schon verlassen. Sie war auf eine Hochzeit in Walla Walla eingeladen. Wir nutzten die Gelegenheit und schauten mal kurz bei der River Gorge und den Multnomah Falls vorbei. Mandy und ich waren dort ja schon einige Male, aber ich dachte so können Carlo und ich uns schon mal ein wenig einstimmen auf das was uns die nächsten Wochen erwarten wird. Der weitere Verlauf des Tages war mit Sachen packen und Kricket spielen gefüllt. Abends gab es noch ein letztes Bier mit Ashley und den Jungs die gerade vom Timbers Spiel kamen.

Am Sonntag war es dann offiziell. Der Auszug! Mark untermalte alles mit dramatischer Musik und es fiel uns schwer nicht zu viel Emotionen preiszugeben. Ach Mark... Für Sonntag stand auch die größte Strapaze für unsere Hintern an. 580 Meilen (knapp 930km): Portland - Davis. Und das bei einer Höchstgeschwindigkeit von 105km/h. Das hieß lange still sitzen und viel Zeit zum Reden. Auf dieser Etappe gab es nichts Neues zu entdecken außer den Breaking News von Carlo. Diszipliniert wie wir sind, saßen wir pünktlich zum Abendbrot nach 9 Stunden Fahrt bei Carlo's Familie am Tisch. Es gab lecker Pasta mit Pesto und alle kamen. Nun kenne ich den gesamten Clan und alle Geschwister von Carlo.

Der 4.Juli verlief ganz ruhig. Früh aufgestanden, Suze‘s Probleme mit dem Internet und ihrem Netbook gelöst - dafür 5kg frischgebackene Cookies abgestaubt und danach im Garten bei Sonnenschein, kalten Getränken und Boccia den Tag verlebt. Abends gab es ein großes Feuerwerk in der Innenstadt welches vom lauten Gegacker wilder Truthähne begleitet wurde.